freispruch

freispruch

hab wieder viel zu lang gebraucht,
hab mich im eignen sumpf verbraucht,
in ewig dunkeln endlosschleifen
gibts einfach kein helles begreifen.

mein herz, du bist dir selbst irrgarten,
jetzt muss ich wieder auf dich warten,
vielleicht probier’n wir’s mal zusammen,
mit wechselseitigem entflammen.

schau, die welt ist riesig groß,
meine sicht auf sie ist bloß
eine fahrt auf schmalem floß,
ich lass die leinen los.

jede welle, die mich bricht,
spricht mich frei, ist kein gericht,
spült mich in ein neues licht,
nein, ich verschließ mich nicht.

jede welle, die dich bricht,
spricht dich frei, ist ein gedicht,
schenkt dir eine neue sicht:
vergiss es nicht.