scham

scham

hab meinen stolz,
dies hart gewachs‘ne holz,
mein inn‘res bild von mir zerschmettert.

so hab ich mich mir selbst entblättert.

was kam, war gram,
der einsam in mir wetterte,
bis über ihn hinaus ich tiefer in mich kletterte:

zu schau’n die eig’ne, inn’re scham.

mit ihr wird’s licht in mir und weit -
im innern fühlt‘s sich an wie ein erinnern.

der faul geword’ne steg in mir darf brechen. 

da liegt ein klarer weg bereit in weit‘re flächen 
voll zuversicht mit frei‘rer sicht.

die scham zeigt mein gesicht.